Altbau (Gründerzeit und Vorkriegsbauten)
In Vierteln wie Neustadt, Striesen, Blasewitz oder Plauen stehen viele Gebäude mit massiven Ziegelwänden. Die Wände sind oft deutlich dicker als im Neubau, typisch etwa 38 cm und mehr, das Material ist weich, aber die Bohrtiefe groß. Wichtig sind Staubschutz, empfindliche Putze und Stuck sowie die Beachtung von Holzbalkendecken.
Plattenbau
In Plattenbau-Quartieren wie Gorbitz, Prohlis oder Johannstadt bestehen Wände und Decken aus Betonfertigteilen. Viele dieser Bauteile sind tragend. Eingriffe sind nur nach Abstimmung mit Eigentümer bzw. Wohnungsunternehmen und gegebenenfalls Statiker möglich. Für Leitungsdurchführungen, Lüftung oder Klimageräte gibt es oft vorgesehene Bereiche.
Neubau und Stahlbeton
Im Neubau trifft man häufig auf Stahlbeton mit dichter Bewehrung. Die Bewehrung wird vorab geortet, damit tragende Stäbe nicht ohne Freigabe durchtrennt werden. Diamantbohrkronen durchtrennen Bewehrung, der Aufwand und die Zeit steigen dabei.
Denkmalschutz
In Dresden stehen viele Gebäude unter Denkmalschutz. Eingriffe in die Substanz, auch Bohrungen, sollten vorab mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden.
Arbeiten im bewohnten Bestand
Gerade im Altbau und im Mehrfamilienhaus zählen Staub-, Lärm- und Erschütterungsschutz. Kernbohren ist dafür deutlich schonender als Stemmen. Wir stimmen Arbeitszeiten und Schutzmaßnahmen mit Ihnen und den Hausbewohnern ab.
Häufige Fragen
Kann ich im Plattenbau einfach eine Leitung durchbohren lassen?
Nicht ohne Abstimmung. Viele Platten sind tragend. Klären Sie das mit Eigentümer oder Wohnungsunternehmen und sprechen Sie uns zur Machbarkeit an.
Bohren Sie auch in denkmalgeschützten Gebäuden?
Ja, nach Abstimmung mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde. Wir beraten zu schonenden Verfahren.
Hinweis: Dieser Ratgeber gibt allgemeine Fachinformationen und ersetzt keine Statik, Rechts- oder Steuerberatung.